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Web-Seminar zur heilige Klara

Wer war diese sehr kluge, energische und starke Frau? Welches Selbstverständnis und welches Gottesbild spiegeln sich in den Schriften wieder und wie war ihre Beziehung zur Gesellschaft und der hierachisch strukturierten Kirche?

Sr. Eliabeth, die franziskanische Theologie in Rom studierte, bietet an fünf Abenden im Juni und Juli ein Web-Seminar ( = Seminar in Form einer Videokonferenz) zur heiligen Klara an. Jeder Abend enthält eine Einführung und eine Textarbeit zur Vertiefung. Jeder Teil des Webinars ist in sich geschlossen und kann auch einzeln besucht werden. Für die Teilnahme benötigt man entweder ein Smartphone oder einen Computer mit Lautsprecher und Mikrophon. Mit der Anmeldung erhalten Sie den entsprechenden Link für den Zugang zur Videokonferenz (und eine Telefonnummer, falls technische Schwierigkeiten auftauchen sollten).

Anmeldung und mögliche Fragen bitte an: sr.inafranziska@agnes-stuttgart.de

Überblick zum Inhalt und Ziel des Webinars

Klara, Zeitgenossin des Heiligen Franziskus und nach seinem Tod eine der führenden Köpfe jenes Kreises, der versuchte die ursprünglichen Ideale der Bewegung aufrechtzuerhalten, wird oft nur als „kleines Pflänzchen des Heiligen Franziskus“ gesehen.  In Wirklichkeit ist sie eine sehr kluge, energische, starke Frau, die sich in einigen Punkten durchaus auch von Franziskus absetzt und einen eigenen weiblichen Zugang zur mit ihm geteilten Spiritualität findet.

Die gängigen Biographien über die Heilige orientieren sich oft an den ersten Biographien und am Heiligsprechungsprozess, die aber beide schon einen Außenblick auf Klara darstellen. Ziel dieses Webinars ist es, sich der Person Klaras durch die Schriften zu nähern.

Überblick zu den Terminen und Inhalten der einzelnen Module

Die Module finden mittwochs um 19.30 Uhr statt. Die Einwahl kann ab 19.15 Uhr erfolgen.

Einführung in die Schriften 17. Juni 2020, 19.30 Uhr

Alle Schriften Klaras sind Gelegenheitsschriften, zu einem bestimmten Zeitpunkt mit einer bestimmten Absicht geschrieben. Daher unterscheidet sich auch der verwendete Wortschatz. Der erste Abend soll dazu dienen, einen Überblick über die Schriften zu erhalten und die nötigen Hintergrundinformationen zu bekommen, die einem tieferen Verständnis dienen, um auf dieser Grundlage die Person Klaras in ihren eigenen Worten besser verstehen zu können.

Das Selbst – Verständnis Klaras 24. Juni 2020, 19.30 Uhr

Im Zentrum dieses Abends steht die Frage, wie Klara sich selbst sah, ihre Rolle als Äbtissin und Gründerin eines Ordens. Obwohl sie nicht über privates spricht, gibt sie vor allem in der Wortwahl einiges von sich preis.

Die Beziehungen zu den Schwestern, zu Agnes von Prag, und zu Franziskus. 1. Juli, 19.30 Uhr

Agnes von Prag, einer böhmischen Prinzessin, die den Lebensentwurf Klaras teilte, verdanken wir vier Briefe Klaras, die uns einen tiefen Einblick in Klaras Spiritualität erlauben. Zudem lassen sie Rückschlüsse darauf zu, wie Klara Beziehungen gestaltet. Das Testament und auch die Regel, die sie geschrieben hat, lassen Rückschlüsse auf ihre Beziehung mit den Schwestern zu.

Das Gottesbild und das daraus resultierende Menschenbild 8. Juli, 19.30 Uhr

Anhand einer der Lieblingsmetaphern der Heiligen, der Spiegelmetapher erhält man einen ersten Einblick in Klaras Gottes und Menschenbild.

Beziehung zur Umwelt und zur Kirchlichen Hierarchie 15. Juli, 19.30 Uhr

In Mittelalterlichen Dokumenten, speziell in Briefen ist das implizit Gesagte ebenso wichtig wie das explizit Gesagte. Einige dieser impliziten Aussagen Klaras lassen Rückschlüsse auf ihre Beziehung zur Umwelt, zum Franziskanerorden und zur kirchlichen Hierarchie zu.