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„Alles im Griff?“ – Von der Beherrschung des Lebens zur Anerkennung seiner Unverfügbarkeit.

Einige neue Gesichter mischten sich unter die schon über Jahre entstandene Gruppe, die zu den theologischen Abenden von Paul Stollhof kommt. Viele anregende Gedanken auf der Grundlage der Bücher „Unverfügbarkeit“ und „Resonanz“ des Sozialphilosophen Hartmut Rosa bildeten die Grundlage des anschließenden lebendigen Austausches.

Das zentrale Bestreben der Moderne gilt der Vergrößerung der eigenen Reichweite, des Zugriffs auf die Welt: Diese verfügbare Welt ist jedoch, so Hartmut Rosas brisante These, eine verstummte, mit ihr gibt es keinen Dialog mehr. Gegen diese fortschreitende Entfremdung zwischen Mensch und Welt setzt Rosa die „Resonanz“, als klingende, unberechenbare Beziehung mit einer nicht-verfügbaren Welt. Zur Resonanz kommt es, wenn wir uns auf Fremdes, Irritierendes einlassen, auf all das, was sich außerhalb unserer kontrollierenden Reichweite befindet. Das Ergebnis dieses Prozesses lässt sich nicht vorhersagen oder planen, daher eignet dem Ereignis der Resonanz immer auch ein Moment der Unverfügbarkeit.

(Quelle: www.medimops.de/hartmut-rosa-unverfuegbarkeit)

weitere Themenabende:

  • 28.01.20 Vortrag und Gespräch mit Sr. Elisabeth Bäbler
    Starke Frauen in der Franziskanischen Geschichte
  • 11.03.20 Impulsvortrag und Diskussion mit Paul Stollhof
    „Apokalypse now“
  • 26.05.20 Gespräch mit Wirtschaftsethiker Dr. Klaus Gabriel von CRIC e.V., Sr. Maria Schneiderhahn, Sr. Elisabeth Bäbler
    Ethische Geldanlage im Lichte der „Laudato si“